13 Oktober
Bei traditionellen Schweißverfahren wird Wärme durch den Lichtbogen erzeugt, der zwischen dem Werkstück und einer abschmelzenden Elektrode oder einem Draht brennt. Die Größe des Schmelzbads wird in hohem Maße durch die Abmessungen der Stelle bestimmt, an der der Lichtbogen auf das Grundmaterial trifft. Dieses Schmelzbad ist im Vergleich zum Laserschweißen deutlich größer. Dies hat den Vorteil, dass größere Spaltmaße überbrückt werden können, da das flüssige Schweißmetall den Spalt sauber ausfüllt. Andererseits hat dieses größere Schmelzbad auch den Nachteil, dass dafür viel Energie benötigt wird. Die Verformung des Materials ist dadurch häufig deutlich sichtbar. Bei Produkten aus Edelstahl ist dies oft erheblich. Auch die Verfärbung des Materials ist bei Edelstahl deutlich stärker. Durch die längere Dauer und das größere Schmelzbad besteht schließlich mehr Gelegenheit für Sauerstoff, mit dem flüssigen Schweißmetall oder dem heißen Grundmaterial zu reagieren.Im Vergleich zu traditionellen Schweißverfahren ist das Laserschweißen einfach zu erlernen. Da die Schweißpistole in den meisten Fällen lediglich in einer geraden Linie entlang der Längsnaht geführt wird, ist es für den Schweißer vor allem wichtig, ein gutes Gefühl für die richtige Schweißgeschwindigkeit zu entwickeln.
Bei den traditionellen Schweißverfahren kann eine deutlich größere Menge Schweißmetall hinzugefügt werden. Das Erstellen von Kehlnähten mit einer a-Höhe lässt sich mit MIG-/MAG-Schweißen oder WIG-Schweißen hervorragend ausführen.Auch beim Laserschweißen kann mit Zusatzwerkstoff geschweißt werden. In den meisten Fällen wird dieser Zusatz verwendet, um sicherzustellen, dass das Schweißbild den Normen entspricht. Ein kleiner Spalt lässt sich mit dem Laser einfacher schweißen, wenn Zusatzwerkstoff verwendet wird.Beim Laserschweißprozess entsteht das Schmelzbad durch sehr hohe Energie, die auf einen kleinen Punkt auf dem Material fokussiert wird. Das Schmelzbad ist in seiner Größe kaum größer als der Laser-Spot. Da dies zu einem zu kleinen Schmelzbad führen kann, besteht die Möglichkeit, den Laser-Spot schnell rotieren oder oszillieren zu lassen. Diese Bewegung wird häufig als „Wobble“ bezeichnet. Der Wobble ist an der Schweißpistole einstellbar, sowohl in Bezug auf die Form (rotierend/oszillierend) als auch auf die Breite. Der Einsatz einer Schweißpistole mit Wobble hat dazu beigetragen, dass manuelles Laserschweißen einfacher anzuwenden ist.